Andere Therapieformen
Bei Tumorarten, deren Wachstum durch Hormone beeinflusst werden, wie z. B. Brust-, Gebärmutter- oder Prostatakrebs, greifen Onkologen bei der Behandlung auch auf Hormontherapien zurück. Dabei wird der jeweilige Hormoneinfluss unterdrückt, um das Wachstum des Tumors zu stoppen.
Eine wichtige Rolle bei der Immuntherapie spielt die Fähigkeit des Körpers, zwischen körpereigenen und körperfremden Stoffen zu unterscheiden. Die Abwehrmechanismen, die der Körper entwickelt, um „Eindringlinge“ wie z. B. Viren und Bakterien unschädlich zu machen, versagen bei Krebserkrankungen. Durch die Immuntherapie sollen diese Mechanismen aktiviert und gestärkt werden, um bösartige Zellen zu erkennen und zu bekämpfen. Eine wichtige Rolle spielen hier Antikörper, die sich an bestimmte Oberflächenstrukturen von Krebszellen andocken und so deren Vermehrung verhindern sollen.
Ein weiterer Ansatz der Krebstherapie ist die Hemmung der Angiogenese (Gefäßbildung). Für sein Wachstum benötigt der Tumor eine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Dafür bildet er eigene Gefäße aus. Durch den Einsatz von Hemmstoffen wird die Bildung der tumoreigenen Gefäßversorgung unterbunden und der Tumor so „ausgehungert“.