Das können Sie selbst tun - Thema Entspannung
Sorgen Sie für Auszeiten!
Autogenes Training
Eine sehr verbreitete und anerkannte Methode ist das Autogene Training. Hierbei wird durch Autosuggestion die Fähigkeit trainiert, sich Gefühle und Körperwahrnehmungen plastisch vorzustellen und dadurch tatsächlich körperlich zu empfinden. Auf diese Weise kommt es zu vielen angenehmen Reaktionen des Körpers und Sie erreichen im Idealfall eine echte Tiefenentspannung. Nach eigenem Bedarf können Sie nun weitere Formeln in das Training einbauen, die Sie sich still aufsagen und durch die Sie sich selbst positiv ansprechen – beispielsweise Vorsätze wie „ich nehme mich an“ oder „ich bin zuversichtlich“.
Visualisierungsübungen
Verbunden mit dem Autogenen Training können Sie auch Visualisierungsübungen durchführen. Dabei stellen Sie sich einen Ort aus Ihrer Erinnerung vor – möglich ist auch ein frei erfundener Ort – den Sie mit vielen angenehmen Gefühlen in Verbindung bringen. Sie spüren z. B. die Wärme der Sonnenstrahlen, riechen die gute Luft, hören das Rauschen des nahen Meeres oder der Blätter der Bäume, die Sie umgeben. Bildhaft stellen Sie sich selber in dieser Umgebung vor und tanken so Ruhe und Kraft. Durch die Visualisierungsübungen können Sie gut von den Belastungen des Alltags abschalten.
Progressive Muskelentspannung
Eine weitere Methode ist die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen. Bei dieser Entspannungstechnik geht es darum, einzelne Muskelgruppen im Körper nacheinander bewusst anzuspannen und wieder zu entspannen. Nach einiger Übung erreichen Sie so eine insgesamt verminderte Muskelspannung. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass sie schnell zu erlernen und im Alltag leicht anzuwenden ist.
Yoga und Meditation
Falls Sie Ihren Bewusstseins-Horizont über die reine Entspannung hinaus erweitern möchten, dann ist Meditation das Richtige für Sie. Die Arten und Formen der Meditation sind sehr vielfältig. Auch hier gibt es zum Beispiel an der Volkshochschule, in Familienbildungsstätten, in Reha-Kliniken oder in therapeutischen Praxen geeignete Angebote. Beim Meditieren richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt. So können Sie alle Ablenkung ausschalten und sich ganz auf sich selbst, Ihren Atem, auf eine bestimmte Tätigkeit, eine Musik, einen Gegenstand, einen Vers etc. konzentrieren. Alle äußeren Störfaktoren auszuschalten bedarf einiger Übung. Langfristig erreichen Sie jedoch über die Meditation, besser in Einklang mit sich selbst zu stehen.
Stehen Sie zu Ihren Gefühlen
Neben der Entspannung sollten Sie sich die Gelegenheit geben, Ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Empfindungen und Gedanken, die Sie jetzt haben, sollten Sie nicht in sich hineinfressen. Die Art der Krankheitsbewältigung kann dabei sehr unterschiedlich sein. Versuchen Sie herauszufinden, was Ihnen gut tut. Treffen Sie Freunde, mit denen Sie über Ihre Sorgen reden können. Schreiben Sie über Ihre Erfahrungen, fangen Sie an zu malen oder zu musizieren. Künstlerische Betätigung, egal welcher Art, ist meistens ein gutes Ventil für Gefühle. Auch die intensive Beschäftigung mit Ihren Hobbies wird Ihnen helfen, für einige Momente den Alltag zu vergessen. Sollte in manchen Momenten Angst und Sorgen zu groß werden, kann es helfen, sich einem erfahrenen Psychologen oder Therapeuten anzuvertrauen. Suchen Sie sich Unterstützung, wo immer es geht. Das gilt auch für profane Dinge, wie z. B. die Erledigung des Haushalts oder das Kochen. Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen darüber, falls Sie das Gefühl haben, bei der Arbeit mehr Entlastung zu brauchen. Hilfe finden Sie auch hier in Familienbildungsstätten, in therapeutischen Praxen und in den Beratungseinrichtungen für Krebskranke. Wenden Sie sich für den ersten Kontakt im Zweifelsfall auch an Ihren Arzt.
zurück zur Übersicht
