Häufige Begleiterscheinungen

Operation:
Die häufigsten Probleme, die während und nach Operationen auftreten können, sind Schmerzen und Wundinfektionen. Beide lassen sich aber medikamentös gut in den Griff bekommen. Schwerwiegendere Komplikationen wie Blutungen, Verletzungen, allergische Reaktionen, Thrombosen, Embolien und schwere Infektionen treten erheblich seltener auf.

Strahlentherapie:
Durch eine computergestützte Bestrahlungsplanung lässt sich das Strahlenfeld um den Tumor heute so genau eingrenzen, dass umliegendes gesundes Gewebe weitgehend geschont wird. Durch die Einteilung der Strahlendosis in kleine Einzeldosen über mehrere Wochen hinweg können sich gesunde Zellen von den Schäden erholen. Nebenwirkungen lassen sich zwar nicht immer vermeiden, sie sind in den meisten Fällen jedoch eher gering. Akut, d. h. unmittelbar im Zusammenhang mit der Bestrahlung, kann es zu Übelkeit, Müdigkeit, allgemeinem Unwohlsein oder Hautreaktionen wie z. B. Rötungen kommen. Ob Nebenwirkungen auftreten, hängt vor allem mit der Höhe der Strahlendosis, der Größe des Bestrahlungsfeldes und dem zu bestrahlenden Organ zusammen.

Chemotherapie:
Wie bereits beschrieben, greift die Chemotherapie die sich im Körper schnell teilenden Krebszellen an. Glücklicherweise gibt es nur wenige gesunde Zellarten, die sich ähnlich schnell vermehren wie Krebszellen. Denn diese gesunden Zellen werden bei einer Chemotherapie ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Davon betroffen sind vor allem Schleimhäute, Haarwurzeln und das Knochenmark. Die bekanntesten Nebenwirkungen der Chemotherapie sind Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Müdigkeit und Erschöpfung (das sogenannte „Fatigue“-Syndrom) und eine verstärkte Blutungs- und Infektionsanfälligkeit, die aus der Beeinträchtigung der Blutbildung im Knochenmark resultiert. Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen lassen sich heute medikamentös relativ problemlos in den Griff bekommen. Haare wachsen in den meisten Fällen nach dem Ende der Therapie wieder nach. Spätfolgen, die Herz, Leber, Lunge, Nieren oder das Nervensystem betreffen, sind eher selten.

Sprechen Sie in jedem Fall ausführlich mit Ihrem Arzt über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Therapieform und erkundigen Sie sich, was Sie selbst tun können, um den Verlauf der Therapie für Sie so wenig belastend wie möglich zu machen.